Schnelleinstieg in die Gemüsefermentation

Buchbesprechung

Gemüsefermentation

Mit dem Buch „Fermentieren. Superfood für den Darm“ von Katrin Thomas setze ich die Reihe Buchbesprechungen fortgesetzt. Das Buch wurde mir vom österreichischen Kneipp-Verlag zu Verfügung gestellt. Es ist Anfang 2017 erschienen und eignet sich insbesondere für den schnellen Einstieg in die Gemüsefermentation. Wer eine Einführung in Fermentierungsklassiker wie Sauerkraut und eingelegte Gurken wünscht, sollte jedoch auf die ganz eigene Interpretation dieser Rezepte durch die Autorin gefasst sein. Für viele Rezepte verwendet die Autorin nämlich asiatische Gewürze und Würzsoßen, so dass diese geschmacklich mit einer ganz besonderen Note aufwarten. Selbstverständlich finden sich in dem Buch auch zwei Kimchirezepte.

In ihrer Einleitung verweist die österreichische Autorin nicht nur auf die traditionelle Verankerung der Gemüsefermentation im europäischen Raum, sie nimmt zudem direkten Bezug auf den Trend, der aus Amerika durch Persönlichkeiten wie Sandor Katz, Michael Polland und dem Ehepaar Shockey nach Europa herübergeschwappt ist.

Thomas geht in einem kurzen Überblick sowohl auf gesundheitliche Aspekte als auch auf die Vielfalt der Gemüsefermentation ein. Wie schon der Titel des Buches anzeigt, legt sie dabei einen besonderen Fokus auf die Darmgesundheit: Angesichts der probiotischen Wirkung fermentierter Speisen ist dies naheliegend. Abgeschlossen wird dieser Teil von einer knappen Einführung in die Technik der Fermentation, die für einen Ersteinstieg in das Thema hilfreich ist.

Fermentation am Beispiel von zehn Gemüsesorten

Im eigentlichen Fermentationsteil widmet sich die Autorin den folgenden zehn Gemüsesorten: Rote Bete, Kohl, Rettich, Karotten, Paprika, Gurke, Papaya, Sellerie, Kürbis und Fenchel. Für jede Gemüsesorte werden drei Rezepte aufgelistet. Einige dieser Rezepte habe ich ausprobiert und war davon sehr angetan. Beispielsweise ist das Karotten-Ingwer-Ferment nicht nur äußerst schmackhaft, sondern überzeugt auch durch das knack-frische Resultat. Ebenso hat mich das Rote-Bete-Ferment begeistert, da es eine nette Alternative in der Verarbeitung von Rote Bete darstellt.

Das Buch bietet im Anschluss an den Fermentationsteil auch eine Übersicht über die verwendeten asiatische Leben- und Würzsmittel. Zudem führt die Autorin Rezepten auf, die sehr gut zu fermentierten Speisen passen. Den Abschluss des Rezeptbuches bildet schließlich eine Übersicht über Zutaten, die eine besonders gesundheitsfördernde Wirkung auf die Darmgesundheit ausüben.

Fazit: Für den schnellen Einstieg in das Thema, und auch für Fortgeschrittene ist das Rezeptbuch gut geeignet. Denn die Klassiker werden neu interpretiert und die Autorin regt zudem zu weiteren Experimenten und Variationen der angegebenen Rezepte an.

Thomas, Katrin: Fermentieren. Superfood für den Darm. Wien: Kneipp-Verlag 2017.
Preis: 14,90 als gedruckte Ausgabe
ISBN 978-3-7088-0706-5
96 Seiten, Franz. Broschur

Bildquellen

  • Cover_Thomas_Fermentieren: iStock, Diane Labombarbe © 2017 by Verlagsgruppe Styria GmbH & Co KG

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